
Eigentlich sollte diese Uhr initial mit auf der Webseite aufgeführt werden, jedoch kann sie auf Grund ihres verchromten Gehäuses und der unbekannten Wasserdichte nicht als (echte) Glashütter Taucheruhr beschrieben werden. Das Design lehnte sich 1:1 an die kissenförmige Spezimatic an, jedoch war das Gehäuse verchromt und man setzte auf das neue Spezichron Werk, welches 1979 eingeführt wurde. Die bekannteste Variante dieser Uhr ist die Verleihuhr zum „Manöver Waffenbrüderschaft 80“ aus dem Jahr 1980.
Seriennummern wurden nicht auf das Gehäuse geprägt, was das Nachvollziehen des Produktionsvolumens unmöglich macht. Tatsächlich ist diese Variante aber eine der am seltensten anzutreffenden.
| Herstellungsjahr | 1979-? |
| Anzahl hergestellter Uhren | unbekannt |

Gehäuse
Das Gehäuse ist dem der Spezimatic im Kissengehäuse zum Verwechseln ähnlich, ist jedoch (vermutlich) nicht wasserdicht und verchromt. Auch der Gehäusehersteller kann bis dato nicht ausgemacht werden. Da das Gehäuse nicht aus Edelstahl hergestellt wurde und es ein vergleichbare Ruhla Uhr gibt, ist nicht auszuschließen das dieses Gehäuse in der DDR hergestellt wurde.

| Breite Gehäuse | 36,1mm |
| Breite über Lünette | 36,5mm |
| Länge des Gehäuses | 43mm |
| Höhe des Gehäuses | 12,6mm |
| Bandanstöße | 18mm |
| Material | Edelstahl |
| Gehäusehersteller | unbekannt |
| Tauchtiefe | unbekannt |
Der Sonnenschliff ist viel feiner als bei der Spezimatic Variante und gibt der Uhr ein mattes Antlitz, die Flanken sind poliert.


Zifferblatt
Das Zifferblatt ist sportlich gehalten, durch seine Tritium Marker aber sehr gut bei Dunkelheit lesbar. Die Blätter sind mit schlechte reflektierenden, mattem Lack versehen.
Ziffern und Indizes sind mit Tritium belegt.
Der obere Teile ist geprägt durch den bekannten Glashütte Schriftzug, darunter „SPEZICHRON“. Der untere Teil nennt „22 RUBIS“. Rechts ist das Datumsfenster, umrandt von einem weißen Feld. Versionen ohne Datum sind nicht bekannt. Auf 6 Uhr findet sich der „Made in GDR“ Schriftzug.


Lünette
Von der Lünette gab es bei der Kissen Variante nur noch eine Verbauform und ist auf dem ersten Blick identisch mit der „Bakelit“ Lünette der Vorgängeruhr. Die Lünette ist klassisch gehalten, mit einer Minuterie von 0 bis 60, wobei die Zehnerschritte immer als Zahl abgebildet werden. Auf 12 Uhr findet sich ein Dreieck, welches mit Tritium belegt ist. Bei näherer Betrachtung gibt es jedoch leichte Unterschiede in der Bauform. Ggf ist dies der (mutmaßlichen) Herstellung in der DDR geschuldet.
Das Material der Lünette ist Messing, die Einlage ist aus transparentem Plastik.


Zeiger
Die Zeiger folgten dem Beispiel zeitgenössischer Taucheruhren aus Frankreich und veränderten sich im Vergleich zur Vorgängeruhr nicht. Insbesondere der Minutenzeiger ist als auffälliger Pfeilzeiger gestaltet. Alle Zeiger sind mit Tritium belegt, auch der Lollipop-Sekundenzeiger.


Bodendeckel
Der gedrückte Bodendeckel ist aus Edelstahl gefertigt. Es gibt derzeit zwei bekannte Varianten: Ein Deckel ohne Beschriftung und die Variante zur „Waffenbrüderschaft 80“ mit der Unterschrift von Erich Honecker.


Krone
Die Krone ist nicht verschraubbar und hat die Maße 5,65mm x 2,9mm. Die Krone weist kein Logo oder spezielles Muster auf.

Uhrwerk
Beim Uhrwerk handelt es sich um das bewährte Spezichron Kalibergruppe 11 mit Datum oder Tag-Datum. Das Werk ist kaum verziert und silbern gehalten. Das Werk wurde von 1979 bis 1989 rund 363.000 mal gebaut und war das Nachfolgewerk der Spezimatic.

Wissenwertes
- Auszeichnungsuhr zum Manöver Waffenbrüderschaft 80
- Oftmals im neuwertigen Zustand und mit Aufkleber „geprüft zu finden“. Vermutlich wurden diese Uhren für weitere Auszeichnungen zurückgehalten, zu denen es nicht kam. Gebrauchte Exemplare ohne Beschriftung sind fast nicht bekannt.
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